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Karl Heinz Spengler wurde zum Ersten Stadtrat gewählt

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Am 19. Januar 2017 stand die Wahl des neuen Ersten Stadtrates auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung im Haus der Vereine in Okriftel.

Die Mitglieder der Stadtverordnetenversanmlung wählten im ersten Wahlgang Herrn Karl Heinz Spengler (FWG) mit 20 von 36 Stimmen zum neuen Ersten Stadtrat.

Ralf Meik (SPD) erhielt 16 Stimmen und Sören Tegt (parteilos) bekam keine Stimme.

Herr Spengler wird die Nachfolge von Erster Stadträtin Karin Schnick (Grüne) antreten, die zum 31. März 2017 aus ihrem Amt scheidet. Sie hatte sich nicht mehr zur Wahl gestellt.

Ein ausführlicher Bericht: Verlag Dreisbach Online


Wahl-Rede Vorstellung Wahl 1. Stadtrat für Hattersheim 19.01.2017

Sehr geehrter Herr Vorsitzender, liebe Kolleginnen und Kollegen Stadtverordnete, ich grüße auch die Stadträtinnen und Stadträte sowie deren Vorsitzenden Herrn Bürgermeister Klaus Schindling und die 1. Stadträtin Frau Karin Schnick, sehr geehrte Damen und Herren der Verwaltung, sehr geehrte Gäste, und last but not least, grüße ich die Damen und Herren der Presse.

Bei der Kommunalwahl am 16. März des vergangenen Jahres, wurden die Weichen zur heutigen Wahl von den Wählerinnen und Wählern in Hattersheim gestellt. Das Ergebnis ist eine bürgerliche Mehrheit aus CDU, FWG und FDP, die sich im Folgenden rasch zusammengefunden hat.

Diese Ereignisse erlauben es mir, mich Ihnen heute als Kandidat dieser Koalition vorstellen zu dürfen.

Zunächst möchte ich mich bei denen bedanken, die diese Wahlhandlung vorbereitet und somit ermöglicht haben.

Das ist zum einen Frau Ursula Worms als Vorsitzende des Wahlvorbereitungsausschusses, stellvertretend für dessen Mitglieder und zum zweiten Herr Ulrich Löffelholz, stellvertretend für die Damen und Herren der Verwaltung.

Lassen sie mich nun ganz klassisch mit meinem persönlichen Steckbrief beginnen.

Der Lebensmittelpunkt meiner Frau Ilona, die ich hiermit herzlich begrüße, und mir ist in der Rossertstraße im Ortsteil Okriftel. Wir werden oft von unseren Töchtern besucht und erfreuen uns an unserer ersten Enkeltochter Louisa, die im Februar zwei Jahre alt wird. Ein Glück, das wir einfach nur genießen.

Geboren wurde ich in der Neuen Mainstraße, heute An der Fähre 1, ebenfalls im Stadtteil Okriftel, mitten im Dorf auf einem Bauernhof, auf dem ich gemeinsam mit drei Geschwistern aufwuchs.

Mein schulischer Werdegang begann in der Volksschule Okriftel, der Albert-Schweitzer-Schule. Nach einer Lehre als Maschinenschlosser, die ich vorzeitig erfolgreich abschließen konnte, schlug ich nach kurzer beruflicher Tätigkeit, den zweiten Bildungsweg ein, den ich mit dem Abitur abschloss.

Mit dem Meisterbrief im Handwerk des Maschinenbauers krönte ich meinen beruflichen Abschluss.

Mit der Gründung des Hattersheimer Geschichtsvereins 1985 e.V. – Förderverein Heimatmuseum, begann meine ehrenamtliche Tätigkeit. Mit dem Museum und beachtenswerten Ausstellungen fand der Verein Anerkennung, auch bei vielen Stadtverordneten, die sich gerne zum jährlichen Frühsommerfest zu uns gesellten. Nicht umsonst wurde der Verein mit dem Löwen–und-Lilien–Preis der Stadt Hattersheim – ausgezeichnet.

Bei der Sanierung des Nassauer Hof wurde das kleine Heimatmuseum aufgelöst und für den Verein begann eine andauernde Odyssee. Mit den Plänen für ein Museum im alten Werkstattgebäude der ehemaligen Sarotti, kann der Verein nun neue Hoffnung schöpfen; meiner Unterstützung kann er sich gewiss sein.

Mein politischer Werdegang im Stakkato:

Über 20 Jahre Stadtverordneter in Hattersheim.

Über 10 Jahre Kreistagsabgeordneter und einige Jahre Mitglied der Regionalversammlung Südhessen.

Ein Schwerpunkt meiner politischen Arbeit im Kreis ist das Thema Jugendhilfe. Ob Mitglied im Kreistag oder nicht, war ich seit 1997 bis 2016 durchgehend für die FWG – Fraktion Mitglied im Jugendhilfeausschuss und/oder im Unterausschuss Jugendhilfeplanung oder Förderung der Jugendhilfe.

Eine Menge Stationen, aber auch eine lange Zeit. Diese Zeit war nie langweilig und immer mit neuen Erkenntnissen und Einblicken verbunden; und ganz wichtig, mit Erfolgen.

Erfolge sind Balsam für die Seele, daraus lässt sich Kraft und Mut für neue Aufgaben schöpfen.

Die Situation in Hattersheim ist in vielen Punkten eine Herausforderung, für die man Mut und Kraft benötigt. Es gibt einige Aufgabenfelder, die dringend bearbeitet werden müssen. Nach 27 Jahren harter Oppositionsarbeit brenne ich förmlich darauf, diese Aufgaben nachhaltig angehen zu dürfen.

Und ich werde sie gerne angehen; werde mit Freude nach Lösungen suchen und Lösungen finden, zum Wohle unserer Stadt, zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger, unserer Kinder und allen hier lebenden Menschen.

Zu meinem Rüstzeug gehören ein fundiertes technisches Verständnis, Bilanzen und Kalkulation sowie Organisation und Planung von Arbeitsabläufen.

Dass ich die ehrenamtliche parlamentarische Arbeit aus dem ff kenne, wird sie nicht wirklich überraschen.

Seitens des politischen Ehrenamtes bringe ich meine umfangreichen Kenntnisse und Erfahrungen in das Amt des 1. Stadtrates mit ein; wie z.B. die Zusammenhänge der Regionalplanung, deren Grundlage die Landesplanung ist und die die Vorgaben für die kommunale Ebene festlegt, bis zum fertigen RFNP.

Wichtig für sie, liebe Kolleginnen und Kollegen – ich werde als 1. Stadtrat ihre Arbeit Wert zu schätzen wissen. Das möchte ich an diese Stelle ganz besonders betonen. Zielsetzung des Bürgermeisters war und ist es, bei den Entscheidungen, einen möglichst breiten Konsens in diesem Haus zu erreichen. Diese Zielsetzung werde ich für meine Arbeit in gleicher Weise verinnerlichen.

Als gebürtiger Okrifteler bin ich natürlich stolz, dass unser Ortsteil derzeit der politische Mittelpunkt der Stadt ist. Das Haus der Vereine ist ein schöner und würdiger Rahmen für diese Wahl. Doch da gibt es noch die Gut´Stubb Hattersheims, die Stadthalle, eingemottet. Ich muss neidlos eingestehen, die Stadthalle wäre ein noch schönerer und noch würdevollerer Rahmen für unsere Zusammenkunft. Als Hattersheimer Bürger sage ich: Wir brauchen die Stadthalle und wir sollten sie so schnell als möglich reaktivieren.

Ein weiteres Feld, welches zu beackern gilt, hat gleich zwei Manko. Das ist einerseits die Schaffung von partiell fehlenden Kita–Plätzen und andererseits die Besetzung aller Stellen mit Erzieherinnen, um die vorhandenen Kita–Plätze auch auszuschöpfen. Man mag es kaum glauben, aber genau das ist das Hauptproblem, das Finden von Erzieherinnen. Die Krippenplätze sind in die Überlegungen mit einbezogen. Eine Aufgabe, deren Lösung ganz Oben auf meiner persönlichen Agenda steht.

Die städtische Jugendarbeit ist durch die vorgefundene Gegebenheit ein schwieriges Feld. Das Gros der Jugendlichen hat in den Vereinen, Sportvereine, Kulturvereine und andere genügend Möglichkeiten sich zu entfalten, einzubringen, sich zu verwirklichen, kurz, ihre Freizeit sinnvoll auszugestalten. Den Vereinen gilt hierfür unser aller Dank. Für Jugendliche, die einer besonderen Zuwendung bedürfen, gibt es in Hattersheim die Jugendarbeit im Rahmen der sozialen Stadt. Die Anstrengungen in diesem Bereich dürfen nicht nachlassen. Die Konzeption der städtischen Jugendarbeit insgesamt, ist zu überprüfen.

Ein weiteres wichtiges Engagement von Vereinen ist die Seniorenarbeit. Ob sie dem Erhalt der körperlichen und geistigen Fähigkeit dient oder der Vereinsamung entgegenwirkt. Das alles sind wichtige ehrenamtliche Tätigkeitsfelder. Die städtische Seniorenarbeit, die Altmünstermühle sei genannt, ist es wert, fortgeführt zu werden. Ich möchte auch dazu beitragen, den Seniorenbeirat wieder zu beleben.

Sehr gerne komme ich auf das Thema Ehrenamt zu sprechen. Als Garant für unsere Sicherheit, sei hier die Feuerwehr an erster Stelle genannt. Im Dienste der Menschen sind das Rote Kreuz, die AWO bis zum Club der Gemütlichkeit, hervorragende Beispiele bürgerlichen Engagements. Die Sportvereine, die Kulturvereine, die vielen Fördervereine; es macht einfach Spaß, mit welcher Vielfalt unsere Stadt gesegnet ist. Wo wir als Stadt helfen können, helfen müssen, da werden wir uns nicht verweigern.

Die Koalition aus CDU, FWG und FDP hat in der kurzen Zeit ihres Bestehens einige wichtige Projekte auf den Weg gebracht. Darunter auch Zukunftsprojekte.

Diese Zukunftsprojekte werden unsere Stadt mittel– und langfristig in bestimmten Bereichen entscheidend nach Vorne bringen. Dazu gehört die Westtangente oder die Westumgehung ebenso wie die Beseitigung des Bahnübergangs Eddersheim Bahnhofstraße. Zukunftsprojekte. Manche nennen es Utopie, ich nenne es Vision – Zukunftsprojekt eben.

Wenn ich jetzt die Sprache auf das von mir priorisierte Zukunftsprojekt richte, werden einige sagen: Westtangente. Klar, ich bilde mir ein, das Zukunftsprojekt Westtangente, wieder ins Gespräch gebracht zu haben. Nur, ich mag dieses Projekt nicht. Es zerschneidet ein wichtiges Stück Natur. Da muss man mit Fingerspitzengefühl vorgehen. Ich halte dieses Projekt aber auch für Notwendig. Es ist eine Sache der Gewichtung. Und da bin ich der Überzeugung, die Menschen in der Langgase, der Neugasse, An der Fähre, Mainstraße, Rossertstraße, Buchenstraße, und nicht zu vergessen in der Bahnhofstraße, verdienen es, insbesondere vom Schwerlastverkehr mit der vorhandenen Dichte befreit zu werden.

Was also ist mein persönlich priorisiertes Zukunftsprojekt? Ich verrate es ihnen: Es ist die barrierefreie Verbindung von der Bahnhof-Nordseite zur Bahnhof-Südseite.

Zukunftsprojekt – ja! Vision – nein! Denn die Pläne hierzu gibt es schon. Sie liegen in der Schublade und da müssen sie raus! Sie müssen auf den Tisch und umgesetzt werden!

Und haben sie es gemerkt? Alle drei genannten Zukunftsprojekte beschäftigen sich nur mit einem einzigen Ziel – die trennende Wirkung der Bahnlinie durch die Stadt abzumildern. Eine Stadt die zusammenwachsen will – das ist unser Hattersheim.

Der Augustiner – Eremit Martin Luther hat uns zwei Definitionen eines Christmenschen mit auf den Weg gegeben:

  • – Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und Niemand Untertan.
  • – Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und Jedermann Untertan.

Für mich bedeutet das:

Ich werde als 1. Stadtrat meine Freiheit dazu nutzen, den Menschen in dieser Stadt zu dienen!

Sehr geehrter Herr Vorsitzender, ich bedanke mich für Ihre Geduld.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

Ihr Karl Heinz Spengler

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