Kein Bericht zur letzten HFA-Sitzung im Hattersheimer Stattanzeiger – stattdessen meldet sich „Ihne ihrn Bachschisser“ zu Wort!

Pacta sunt servanda – Verträge sind einzuhalten!

Anstatt, wie zu erwarten gewesen wäre, am 10. Juli einen Bericht über die Inhalte der letzten Haupt- und Finanzausschusssitzung im amtlichen Mitteilungsblatt der Stadt Hattersheim vorzufinden, meldete sich „Ihne ihrn Bachschisser“ in Sachen „ Bewirtschaftung des Hattersheimer Freibades“ zu Wort.

Und obwohl er an dieser so bezeichneten HFA-Sitzung, in der dieses Thema behandelt wurde, nicht teilgenommen hatte, unterstellt er der kritisierende Opposition, dass sie „mit einer großen Schippe Dreck in der Hoffnung um sich schmeiße, dass davon schon irgendetwas hängen bleiben werde“.

Nun ja, lieber „Ihne ihrn Bachschisser“, dann will ich als kritisierender Oppositionspolitiker doch mal auf folgende Sachverhalte aufmerksam machen. Und dabei geht es nicht um ein, wie Sie schreiben, „Sturm im Wasserglas“ oder aber „atmosphärische Störungen“ zwischen bestimmten Personen. Es geht ganz einfach nur um die Einhaltung eines geschlossenen Vertrages zwischen der Stadt und dem Schwimmbad-Gastronom.

Zu diesem ist in der notariell beglaubigten Abschrift unter §5 ff unter anderem nachzulesen, dass:

  • der Schwimmbadkioskbetreiber für eine angemessene gastronomische Versorgung zu sorgen hat, welche als Grundlage das Angebot von drei „Vergleichskiosken“ vorsieht
  • die gastronomische Versorgung des Schwimmbads im besonderen Interesse des Verkäufers (Magistrat) liegt, weswegen er selbiges als Geschäftsgrundlage dieses Vertrags bezeichnet.
  • der Magistrat im „pflichtgemäßen Ermessen“ Verstöße festzustellen und für Abhilfe zu sorgen hat
  • der Magistrat eine Vielzahlt von abgestuften Möglichkeiten hat, gegen Verstöße vorzugehen.

Doch was weder in der notariell beglaubigten Abschrift noch im Grundbuch zu finden ist, ist eine Bestätigung für das Märchen welches von SPD und Grünen in Umlauf gebracht wurde. Es besagt, dass man nichts an diesem Bewirtungszustand ändern könne, da ja schließlich alles im Grundbuch so festgeschrieben sei. Dieses Märchen muss wohl so eine starke Zauberkraft besitzen, dass selbst der FDP-Fraktionsvorsitzende in der letzten HFA-Sitzung es noch genauso wiedergegeben hatte.

Und genau vor diesem Hintergrund bleibt es das Ziel der FWG, Schluss zu machen mit diesem Märchen und vielmehr Sorge dafür zu tragen, dass eine vertragliche vereinbarte Bewirtschaftung des Hattersheimer Freibades gewährleistet wird. Nicht zuletzt auch deshalb, um aus Fürsorge künftig zu verhindern, dass Kinder zu einem nahegelegenen Supermarkt geschickt werden um sich dort etwas zu Essen holen zu müssen und anschließend wieder ins Bad eingelassen werden.

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