FWG vor Ort

Mitglieder der FWG – Hattersheim trafen sich zu einer Ortsbesichtigung in der Albert-Schweitzer-Straße 27-33. Anlass war die Beschwerde eines Anwohners, dessen Wohnung seit längerem nur über das Tiefgeschoss oder über eine Baustelle zu erreichen ist.

„Einfach war die Wohnung nicht zu finden“, so der Fraktionsvorsitzende Karl Heinz Spengler.  „Der normalerweise zu benutzende Aufgang über eine Treppe mündet am Ende an einer halboffene Absperrung, dahinter die offene Baustelle“, berichtet Spengler weiter. Man mutmaßte, dass dies wohl nicht der richtige Weg sei und versuchte den Hauseingang über die rückwärtige Seite des Gebäudes zu erreichen. An einem mitten im Weg liegenden Schubkarren und einem „Betreten verboten“ – Schild vorbei, gelangte man schließlich an einen provisorischen Holzsteg als Zugang, allerdings nun doch größtenteils über die Baustelle, auf der Kinder spielten. An der Wohnung angekommen klärte uns der Hausbewohner auf, dass der Zugang eigentlich über das Tiefgeschoss erfolgen soll. „Hinweisschilder gab es allerdings nicht“, betont der Fraktionsvorsitzende. Im übrigen ist fest zu stellen, dass es am unteren Zugang keine Klingeln gibt, Besucher sich bei den Bewohnern gar nicht bemerkbar machen können. Auch Paket- oder Postboten sind durch erhöhte Unfallgefahren von dem Provisorium betroffen. Der Stadtverordnete Will Torka machte im Untergeschoss, auf dem empfohlenen Zugangsweg, eine offene Drehstromverteilung als weitere Gefahrenquelle, insbesondere für Kinder, aus. Die größte Sorge bereitet allerdings die Frage: „Wie sollen Rettungskräfte im Ernstfall hier sichere und schnelle Hilfe leisten?“

Die FWG-Fraktion wird die Stadtverwaltung unverzüglich über die Zustände der HWOBAU-Baustelle unterrichten und eine Anfrage an den Magistrat formulieren. Immerhin ist die HAWOBAU eine städtische Gesellschaft.

Als Fazit bleiben nicht nur die Befürchtungen bezüglich der Sicherheit der Bewohner und ihrer Besucher. Die Befürchtungen eines Bewohners im April haben sich voll und ganz bestätigt. Die Beschwichtigungen damals, stellen sich heute als leere Phrasen da. Sind die Verantwortlichen in der Friedensstraße überfordert Baumaßnahmen zu planen, auszuschreiben und zu überwachen? Oder ist es einfach nur Gleichgültigkeit? Fragen, die nach Meinung der Freien Wähler beantwortet werden müssen.

Auszug aus einem Pressebericht des HK vom 27. April diesen Jahres:

„Provisorium auf Wunsch

Nachdem das Kreisblatt bei der Wohnungsbaugesellschaft nachfragte, setzte sich die HAWOBAU gestern mit dem zuständigen Architekturbüro in Verbindung. Der Zugang zu den drei betroffenen Hauseingängen werde ein bis drei Tage gesperrt sein, während der Boden abgetragen wird, erläuterte Helmut Walther. Danach bestehe die Möglichkeit die Häuser über einen provisorischen Übergang zu betreten. Mit einer weiteren Sperrung von ein bis drei Tagen müssen die Mieter rechnen, wenn die Decke wieder abgedichtet wird. Auf Wunsch könne in diesen Zeiträumen eine provisorische Klingelanlage eingerichtet werden. „Wir werden versuchen die Arbeiten so zu steuern, dass immer ein Zugang für den Briefträger da ist“, so der Hawobau-Mitarbeiter. Außerdem möchte die Hawobau nun einen Ablaufplan erstellen, der den Mietern bei einer Informationsveranstaltung vorgestellt werden soll. Die Einladung erfolge in den nächsten Tagen.“

Karl Heinz Spengler (Fraktionsvorsitzender)
FWG-Hattersheim

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