FWG-Bürgerstammtisch zum Freibad Hattersheim

Ehrenamtliches Engagement rund um das Freibad Hattersheim gewünscht?

Was sagt und was tut der rot-/grüne Magistrat der Stadt Hattersheim?

(PM) Sand im Getriebe? Das gibt es! Und die Folgen sind für alle Beteiligte zumeist schlecht. Vor diesem Hintergrund hatte sich der letzte FWG-Bürgerstammtisch mit der Frage des „Ehrenamtlichen Engagement rund um das Freibad Hattersheim“ auseinandergesetzt.

Für sachkundige Informationen sorgte die Vorsitzende des gemeinnützigen Fördervereins für das Schwimmbad, kurz FFHA e.V., Elisabeth Hofmann-Mathes. Dabei war es ihr ein besonderes Anliegen darauf hinzuweisen, den Verein aus parteipolitischen Auseinandersetzungen heraus zu halten. Und genau vor diesem Hintergrund hatte der Förderverein im Rahmen seiner Gründung in seiner Satzung  festgelegt, keine kommunalen Mandatsträger in den Vorstand wählen zu können.

Nichtsdestoweniger, so Hofmann-Mathes, müssen aber die wesentlichen Problempunkte zwischen Magistrat und Verein offen und sachlich thematisiert werden. Denn nur so besteht die Möglichkeit, gemeinsam für mehr Schwimmbadattraktivität zugunsten der Besucher zu sorgen.

Ganz oben auf ihrer Vereinsliste stand das Problem der Planbarkeit von Veranstaltungen. Dabei hat die Erste Stadträtin Karin Schnick (Grüne) dem Förderverein mitgeteilt, dass die doppelte Veranstaltungsplanung auch künftig nicht auszuschließen sei, da der Wirt jederzeit das Recht habe, eigene Veranstaltungen ohne Genehmigungen auszuführen. Das ist für den Förderverein das wichtigste Kriterium. Denn damit können wir keine Sportler, keine Künstler, keine Schüler, kein gar nichts mehr einladen, wenn wir stets damit rechnen müssen, kurzfristig die Veranstaltung wieder absagen zu müssen. Und dabei geht es dem Förderverein ja lediglich nur um nicht mehr als drei Veranstaltungen pro Jahr, bei denen sich der Gaststättenwirt des Freibads zurücknehmen sollte.

Ein anderes Thema ist der kostenfreie Kassendienst durch Vereinsmitglieder. Auch hier zeigte die Stadt keinerlei Interesse. Ebenso ohne Interesse durch die Stadt auch das Vorhaben, Schülern einen ermäßigten Eintritt zu ermöglichen. Den Differenzbetrag zwischen „Normalpreis“ und ermäßigtem Eintrittspreis wäre vom Förderverein bezahlt worden. Für die Stadt wäre diese Maßnahme also kostenneutral verlaufen. Doch wie erwähnt, die Stadt wollte nicht.

Besonders ärgerlich, die Zusammenarbeit oder besser Nichtzusammenarbeit zum 60. Geburtstag des Schwimmbads. Und obwohl sich der Förderverein viele Gedanken und daraus folgende Angebote an die Rathausspitze gemacht hatte, gab es bis zuletzt keine Reaktion durch den rot-/grünen Magistrat.

Und dennoch, so Hofmann-Mathes, es wird und es muss im Interesse unserer Bürger weiter gehen, auch wenn rund 50 Prozent der bisher geleisteten Vereinsarbeit aufgrund von Kommunikations- und Zuständigkeitsproblemen im Rathaus mehr oder weniger für den Papierkorb waren.

Für den FWG-Fraktionsvorsitzenden Karl Heinz Spengler zeige die Art und Weise, wie die Rathausspitze mit ehrenamtlichen und gemeinnützigen Engagement umgeht wieder einmal ganz deutlich, dass es in Hattersheim zwei Arten von ehrenamtlichen Klassengesellschaften gibt. Rot-/Grün nahestehende und rot-/grün nicht nahestehende Vereine.

Spengler wies ebenso darauf hin, dass sich die FWG, nach dem die Arbeit zum Akteneinsichtsausschuss Schokoladenfabrik abgeschlossen sind, jetzt dem Thema Freibad und in Verbindung mit dem ehrenamtliche Engagement des Fördervereins annehmen wird. Hierzu kündigte der FWG-Fraktionschef eine Anfrage und einen Antrag zur nächsten Stadtverordnetenversammlung an. Und sollte dies nicht reichen, dann beantragen wir den nächsten Akteneinsichtsausschuss.

 

Nächster FWG-Bürgerstammtisch

Aufgrund der Fußballweltmeisterschaft und den bald beginnenden Sommerferien findet der nächste FWG-Bürgerstammtisch erst Anfang September statt.

Thema, Ort und Zeit werden rechtzeitig bekannt gegeben.

 

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