Falsch- und Fehlinformation der FDP zur Stadthallenzukunft

Offener Brief zu:  Berichterstattung im HK und dem HStA zur FDP-Stadthallenrettung

Sehr geehrter Herr Muth,

was dem FDP-Parteichef Rösler mit seinen Manipulationen am Armutsbericht der Bundesregierung nicht gelang – und der hessische Ex-Wirtschaftsminister Posch mit seiner Klage zum Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen nicht vermochte, das wird auch der Führungsriege der Hattersheimer FDP mit ihrer Pressekonferenz zur Stadthalle nicht gelingen! Nämlich, die bewusste Falsch- und Fehlinformation der Öffentlichkeit wider besseren Wissens! Und das alles in Hattersheim verbunden mit dem Ziel, alle anderen Fraktionen, außer der FDP-Fraktion natürlich, der Bevölkerung als lösungsunfähig und somit inkompetent vorzuführen.

Warum, so muss ich Sie gleich zu Beginn meines Schreibens fragen, warum haben Sie sich in Ihrer Pressekonferenz total überrascht über die AKSH-Vorschläge aller anderen Fraktionen zur Stadthallenzukunft gezeigt, wo Sie doch ganz genau die aktuellen Standpunkte aller Fraktionen kannten, welche mit einem Abriss oder Verkauf der Stadthalle absolut gar nichts mehr zu tun hatten? Und dass, wo doch gerade Ihre Fraktion als sie im AKSH gefordert war, keinen einzigen Vorschlag zur Sache gemacht hat. Das diesbezügliche Vorschlagsfeld im Abbaupfad zur „Stadthalle“ hat die FDP frei, sprich, bis zur besagter Pressekonferenz unbeantwortet gelassen. Warum nur?

Mit aus diesem Grund schlage ich Ihnen deshalb vor, sich in ihrem Kreise der Führungsliberalen u.a. nochmals zu überlegen, warum die CDU und FWG gemeinsam einen Antrag zur Stadthallenbegehung gestellt hat?

Na? Na also!

Und weiter: Allerspätestens nach der Begehung, also noch deutlich vor dem Termin der FDP-Pressekonferenz (!), zerbrechen sich alle Fraktionen ihre Gehirne darüber, unter welchen Bedingungen der Stadthallenbetrieb erhalten werden kann. Dies ist der FDP auch bekannt, da öffentlich wiederholt kommuniziert. So zum Beispiel in der FR mit dem Titel: „Zwischen Hoffen und Bangen“.

Doch die FDP interessiert das nicht. Ihr ist es viel wichtiger in ihrer Pressekonferenz, wider besseren wissens den Eindruck zu vermitteln, als hätte sie das Zukunftskonzept Stadthalle alleine erarbeitet.

Kein guter Schachzug der Liberalen, weder in Sachen Teamgeist noch Fraktions-Fair-Play!

Und genau mit aus diesen Gründen bleibt festzuhalten, dass die FDP-Hattersheim eben nicht der alleinige Stadthallenretter ist, als der er gerne in der Hattersheimer Bevölkerung wahrgenommen werden will. Hierzu hatte sie bis zur Pressekonferenz keinen Beitrag geleistet und die allermeisten Standpunkte anderswo abgeschrieben!

Denn, ein weiteres großes Ärgernis für die Bevölkerung unserer Stadt sind die als FDP-Vorschläge zur Stadthallenrettung kommunizierten Einzelpunkte! Werden diese insbesondere vor dem Hinter-grund unserer Bürgerwerkstätten und den Portalinformationen der Bürgerinitiative Pro-Hattersheim betrachtet, so muss festgestellt werden, dass alle wesentlichen Punkte für welche sich die FDP jetzt als ihr Urheber ausgibt, in den vorgenannten Foren zuvor schon behandelt wurden.

Ebenso waren sie überwiegend auch Gesprächs- und Diskussionsgegenstand im AKSH und verschiedentlichen Ausschüssen der Stadt.

Mir stellt sich vor diesem Hintergrund schon die Frage, was die FDP unter interfraktioneller Zusammenarbeit, Kommunikation und Bürgerbeteiligung auf gleicher Augenhöhe versteht?

Auch der Vorschlag, die „K4-Gelder“ in Höhe von € 84.000,- p.a. als Annuität für die Rückzahlung eines Kredits über € 2,5 Mio. zu nutzen geht nicht auf, Nachrechnen lohnt sich!

Unter solchen Bedingungen von einem FDP-Rettungsplan für die „gut Stubb“ zu sprechen halte ich dann doch für sehr starken Tobak! Besser wäre es von einem breit angelegten Vorschlagspool der Hattersheimer Bevölkerung und der Bürgerinitiative Pro-Hattersheim zu sprechen, welchen die FDP im Kern übernommen hat.

Abschließend will ich mich den Worten meines Fraktionsvorsitzenden, Karl Heinz Spengler anschließ-en, der in diesem Kontext noch am Sonntag, 17. März d.J. an Harald Becker folgenden Satz schrieb: „Ich stelle fest: Das wir heute Licht am Horizont sehen, ist dem Zusammenspiel aller Kräfte in Hattersheim zu verdanken.“

Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen.

Mit freundlichen Ostergrüßen

Willi F. Torka

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