Die Zinswetten der Hawobau: Verstehen und Aufklären mit dem Ziel besser zu werden!

Verstehen und Aufklären mit dem Ziel besser zu werden! So der FWG-Stadtverordnete Willi Torka in seiner Begründung im Haupt- und Finanzausschuss für eine Untersuchung der Vorkommnisse bei der Hawobau zum Stichwort: „Zinswettgeschäfte und den damit verbundenen Verlusten“.

Ganz offensichtlich hat es bei der Hawobau seit 2006 / 2007 Entwicklungen gegeben, welche im Zusammenhang mit sog. Derivatgeschäften (auch Zinswetten bzw. Swaps genannt) das Gegenteil von dem bewirkten, wozu sie ursprünglich abgeschlossen wurden.

Nämlich: Kreditverteuerungen anstatt geplanter Verbilligungen!“

In Zahlen ausgedrückt:

  • Aktuell sind knapp 1 Mio. Euro Verluste bei der Hawobau dadurch entstanden, weil Kredit-rückzahlungen mit vergleichsweise deutlich höheren Zinssätzen bedient werden, als dies ohne diese Zinswettgeschäfte der Fall wäre.

Und schaut man in die Zukunft, dann sieht die Prognose nicht gut aus!

  • Denn, würde die Hawobau aktuell aus dem Derivatgeschäft aussteigen, so wären weitere rd. 1,6 Mio. Euro [Negativer Marktwert] fällig.

Wichtig

Als Stadtverordnete sind wir nach HGO § 50 Abs. 2 gefordert, die gesamte Verwaltung und die Geschäftsführung des Gemeindevorstands (Stichwort: Magistrats) zu überwachen. Wir können uns unsere Kontrollaufgaben eben nicht aussuchen. Und deshalb müssen wir, um diesen Auftrag erfüllen zu können, Einzelheiten und Gegebenheiten des Magistrats nachvollziehen können.

Und genau deshalb müssen wir wissen:

  • wie ist es zu diesen Verlusten bei der Hawobau kommen konnte?

und eben auch

  • welche Rolle – und welchen damit damit verbunden Einfluss – der Magistrat im Gesamtverfahrensablauf auf das Derivatgeschäft bei der Hawobau hatte?

 

Nur dann haben wir eine Chance zu Verstehen und Aufklären!

  1. Verstehen wollen wir, welche Abläufe, Absprachen und Entscheidungen seitens des Magist-rats dazu beigetragen haben, dass diese Verlustsituation bei der Hawobau überhaupt eintreten konnte.
  2. Verstehen wollen wir auch, welche Bürgschaften der Magistrat zu diesem Zwecke gegenüber der Hawobau abgegeben hat.
  3. Verstehen wollen wir ebenso, nach welchen „Regeln und Abläufen“ das Derivatgeschäft magistratsseitig geführt bzw. beeinflusst wurde und welche Auswirkungen dieses Handeln auf die Verluste bei der Hawobau aus diesen Geschäften hatte
  4. Und Aufklären wollen wir diese Situation deshalb, damit die Gründe für den Verlust klar werden und die Stadt die Möglichkeit erhält ihre vorhandenen Ablaufstrukturen hierzu kritische zu hinterfragen, bzw. Konsequenzen aus ihnen zu ziehen und entsprechend anzupassen.

 

Es grüßt Sie Ihr Team mit der Sonne!

FWG-Hattersheim

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