Die Stadthalle ist denkmalwürdig

Die Stadthalle ist denkmalwürdig

 

Die Fraktion der Freien Wähler begrüßt das Verfahren der hessischen Landesbehörde, die Stadthalle in Hattersheim auf ihre Denkmalwürdigkeit hin zu überprüfen. Wir sind überzeugt, dass am Ende der Prüfung die Aufnahme in das Denkmalbuch stehen wird. Damit werden die horrenden Summen der ersten Stadträtin Schnick für eine Sanierung de Luxe im Reißwolf der Geschichte landen.

Als FWG können wir mit der Entwicklung zufrieden sein. Auf unsere Initiative, gemeinsam mit der CDU-Fraktion, fand eine öffentliche Begehung der Stadthalle statt. Das Ziel, die Diskussion um die Stadthalle in den öffentlichen Fokus zu rücken, ist damit voll und ganz erfüllt.

In der Schließung der Stadthalle sehen wir keine tragfähige Lösung den Haushalt der Stadt nachhaltig zu entlasten. Das Konzept einer Mischnutzung – Saal, Foyer und Keller durch die Stadt, den Gastronomiebereich an Privat verpachtet – hat sich nicht bewährt. Die derzeitige Rumpfnutzung nur der Küche, steht einer wirtschaftlichen Lösung diametral entgegen.

Eine zukunftsfähige wirtschaftliche Lösung ist nur mit einem Konzept aus einem Guss zu erwarten. Eine unter Denkmalschutz stehende Stadthalle hat den Vorteil, teure Innenumbauten für eine bessere und breitere Nutzung kommen nicht in Frage. Die zu erwartenden Mehrerträge könnten die Aufwendungen auch niemals einspielen. Fatal aber bezeichnend ist, dass der gute Zustand der elektrischen Basisinstallationen der ersten Stadträtin bei der Stadthallenbegehung entgangen ist. Sicher, die Bühnenbeleuchtung und weitere untergeordnete Einheiten müssen erneuert werden. Die Kostenangabe der Stadträtin hierzu entbehren jedoch jeder Grundlage.

Mit großer Sorge blicken wir auf das bestreben der Bürgermeisterin jegliche öffentliche Diskussion um die Stadthalle im Keim zu ersticken. Nach ihren Angaben gibt es ca. 20 Interessenten, die Interesse an einer Nutzung der Stadthalle haben. Wir fordern den Magistrat auf, die Konzepte dieser Interessenten auf ihre Substanz hin zu prüfen und zu prüfen ob ein Geschäftsmodell in der Auswahl vorhanden ist, dass die Stadthalle in ein wirtschaftlich tragfähiges Geschäftsmodell einbindet. Das Ergebnis ist der Stadtverordnetenversammlung rasch, spätestens in der ersten Sitzung nach der Sommerpause zur Beschlussfassung vorzulegen. Ein entsprechender Antrag zur nächsten Stadtverordnetenversammlung wird von der FWG-Fraktion eingereicht.